Produkte / InFrame Synapse Simulation Suite

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Erweiterung der AnyLogic-Grundfunktionen

Innerhalb der InFrame Synapse Simulation Suite sorgt die Generic Utilities-Bibliothek für eine Erweiterung der allgemeinen AnyLogic-Funktionalität, d. h. die enthaltenen Elemente sind nicht domänenspezifisch und in jedem ereignisorientierten Modell einsetzbar. Die Bibliothek umfasst fast 40 Elemente, die wiederkehrende Aufgabenstellungen bezüglich Animation und prozessorientiertem Modellentwurf abdecken sowie Komfortfunktionen zur Verfügung stellen.

Nachfolgend soll beispielhaft die Anwendung einiger Bibliothekselemente dargestellt werden.

Animation

Durch das EntityRotator-Element lässt sich die Drehung von Werkstücken während der Verarbeitung maßgeschneidert realisieren. Wenn ein AnimationLocator in einem Active Object eingebettet wird, kann über diesen festgestellt werden, wo sich ausgewählte Punkte der Active Object-Animation in der Gesamtanimation befinden. Besitzt ein Active Object ein AnimationPin-Element, kann durch dieses die Animation eines anderen Objektes angezeigt werden.

Prozessorientierter Modellentwurf

Mit den Elemente Semaphore, SemaphoreIn und SemaphoreOut können in prozessorientierten Modellen kritische Bereiche definiert werden, in denen die Anzahl von Entitäten begrenzt ist.  Zwar ist mit der Enterprise Library ebenfalls die Einrichtung kritischer Bereiche möglich, jedoch darf es jeweils nur einen Eingang zu diesen Bereichen geben. Auch ist es zwingend erforderlich, dass die Bereiche zusammenhängen. Das folgende Bild zeigt einen kritischen Bereich, der mit der Generic Utilities-Bibliothek definiert wurde. Es wird deutlich, dass o. g. Einschränkungen hier nicht gelten.

Kritischer Bereich bestehend aus queuecrit1, queuecrit2, delaycrit1 und delaycrit2

Kritischer Bereich bestehend aus queuecrit1, queuecrit2, delaycrit1 und delaycrit2

Kann eine Entität in einer prozessorientierten Simulation in AnyLogic nach dem Verlassen des Ports eines Elements vom nachfolgenden Element nicht aufgenommen werden, bricht die Simulation zur Laufzeit mit einer Fehlermeldung ab. Dies kann durch den Einsatz eines Switch-Elements vermieden werden, dessen Ausgänge Entitäten nur dann verlassen, wenn die nachfolgenden Elemente zu deren Verarbeitung bereit sind. Hierdurch lassen sich „Werkstück-Staus“ modellieren, die in realen Produktionsanlagen häufig auftreten.

Komfortfunktionen

Wie die nachfolgende Abbildung verdeutlicht, können in AnyLogic die Ports von Elementen durch Linien vom Typ Connector miteinander verbunden werden, um den Austausch von Entitäten zu erlauben.  

Connector-Verbindung zwischen zwei Elementen in AnyLogic

Connector-Verbindung zwischen zwei Elementen in AnyLogic

Auch wenn die grafische Modellierungsweise ein Vorzug von AnyLogic darstellt, kann eine große Anzahl von Verbindungen in komplexen Modellen zu einer gewissen Unübersichtlichkeit führen. Mit den Generic Utilities-Elementen ConnectorExit und ConnectorEnter hat der Entwickler die Möglichkeit, störende Verbindungen aufzubrechen und dadurch die Wartbarkeit der Modelle zu erhöhen.

ConnectorExit und ConnectorEnter

ConnectorExit und ConnectorEnter

Bei der Modellerstellung tritt erfahrungsgemäß häufiger die Situation ein, dass die Embedded Objects eines bestimmten Typs einen Besitzer haben, der über Ihnen in der Modellhierarchie angesiedelt ist. Sollen Embedded Objects eine Referenz auf ihren Besitzer erhalten, genügt das Einfügen des OwnerReference-Elements in das zugehörige Active Object.